Archiv der Kategorie: Westend

Appell an Ministerpräsident Söder

Am vergangenen Freitag, den 16.04.2021 wurde eine erneute Änderung des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag kontrovers diskutiert. Es geht dabei einerseits um die Festsetzung von Maßnahmen, die ab bestimmten Inzidenzwerten greifen, andererseits darum, die Hoheit über die Maßnahmenregelungen den Ländern zu entziehen und in Berlin zu zentrieren. Weitere Informationen und den vollständigen Antrag zu dieser Angelegenheit gibt es auf der Seite des Bundestags. Das Föderale Prinzip ist ein verfassungsmäßiger Grundsatz der politischen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland. Es kann nicht einfach so ausgeschaltet werden.

Bevor das Gesetz zur Anwendung kommt, muss es noch im Bundesrat angenommen werden. Es bietet sich also insbesondere die Möglichkeit, per eMail an staatskanzlei@stk.bayern.de einen Appell an den Ministerpräsidenten Söder zu stellen.

Man könnte zum Beispiel folgendes schreiben:

Sehr geehrter Herr Dr. Söder,

im Zuge der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IFSG), die am 16.04.2021 im Bundestag diskutiert wurde, wende ich mich mit einem Appell an Sie und hoffe, dass Sie die geplanten Änderungen, insbesondere die faktische Abschaffung des föderalen Prinzips als unverhältnismäßig, verfassungswidrig, nicht zuletzt eine Bedrohung für die freie politische Ordnung der Bundesrepublik erkennen.

Im Namen der Vernunft: Nutzen Sie Ihre Stimme und alle verfügbaren politischen Mittel, damit der Antrag im Bundesrat abgelehnt wird.

Mit freundlichem Gruß,
NAME

Appell an MdL Ludwig Hartmann

Am vergangenen Freitag, den 16.04.2021 wurde eine erneute Änderung des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag kontrovers diskutiert. Es geht dabei einerseits um die Festsetzung von Maßnahmen, die ab bestimmten Inzidenzwerten greifen, andererseits darum, die Hoheit über die Maßnahmenregelungen den Ländern zu entziehen und in Berlin zu zentrieren. Weitere Informationen zu dieser Angelegenheit gibt es auf der Seite des Bundestags. Das Föderale Prinzip ist ein verfassungsmäßiger Grundsatz der politischen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland. Es kann nicht einfach so ausgeschaltet werden.

Bevor das Gesetz zur Anwendung kommt, muss es noch im Bundesrat angenommen werden. Dazu müssen die Landtagsabgeordneten dem Antrag zustimmen. Der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis München Mitte, zu dem auch das Westend gehört, ist Ludwig Hartmann. Man kann über Abgeordnetenwatch eine Anfrage an ihn stellen.

Man könnte zum Beispiel folgendes schreiben:

Sehr geehrter Herr Hartmann,

im Zuge der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IFSG), die am 16.04.2021 im Bundestag diskutiert wurde, wende ich mich mit einem Appell an Sie und hoffe, dass Sie die geplanten Änderungen, insbesondere die faktische Abschaffung des föderalen Prinzips als unverhältnismäßig, verfassungswidrig, nicht zuletzt eine Bedrohung für die freie politische Ordnung der Bundesrepublik erkennen.

Im Namen der Vernunft: Nutzen Sie Ihre Stimme und alle verfügbaren politischen Mittel, damit der Antrag im Bundesrat abgelehnt wird.

Mit freundlichem Gruß,
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Update: Schließung der Post an der Bergmannstraße

Die einzige Post im Viertel macht zu · Die Post in der Bergmannstraße wird bis Jahresende geschlossen. Was im Westend seit einigen Wochen befürchtet wird, ist nun offiziell. Seit rund hundert Jahren ist im Gebäude der Hausnummer 47 bis 49 eine Post beheimatet, die es künftig nicht meh (…)

Eine Heimat für Kultur: Der Mietvertrag des Kulturkellers Westend ist noch nicht verlängert

Mietvertrag für Kulturkeller noch nicht verlängert · Der Kulturkeller Westend ist wichtiges Kulturzentrum für den Stadtbezirk und für viele Kulturschaffende ein unersetzlicher Auftrittsort: „Seit 30 Jahren bietet der Kulturkeller eine Bühne für Musik, Theater, Kabarett, und Lesungen und ist die H (…)

Weil Schulamt nun Raummiete verlangt: Hausaufgabenhilfe des Fördervereins der Bergmann-Schule steht vor finanziellem Engpass

Unterstützung für Hausaufgabenbetreuung der Bergmann-Schule · Schüler, die sich schwer tun oder mit den Hausaufgaben nicht gut alleine zurechtkommen, erhalten in der Grundschule an der Bergmannstraße 36 Hilfe. Von Montag bis Donnerstag kommen im Durchschnitt zwei bis drei Kinder aus jeder der 17 Klassen zum k (…)

Offener Brief an den OB Reiter bezüglich der Schließung der Postfiliale an der Bergmannstraße

Brief als PDF herunterladen

Wie Panorama zuletzt berichtete – siehe Link, soll zum Ende des Jahres die letzte Post im Viertel schließen. Nach Diskussion im sozialen Netzwerk nebenan.de, beschlossen einige Anwohner der Schwanthalerhöhe, sich an den OB Reiter zu wenden und für einen Erhalt der Filiale einzutreten. Der daraus entstandene Brief kann als PDF heruntergeladen werden und muss dann ausgedruckt, unterschrieben und um die Absenderadresse ergänzt werden. Anschließend ist er als Normalbrief zu versenden.

Bürgerinitiative für ein freies und selbstbestimmtes Westend

Die Bürgerinitiative für ein freies und selbstbestimmtes Deutschland – kurz BIFSD wurde im September 2020 von Jürgen Steinhäuser aus Altomünster gegründet. Die Idee ist einfach: Parteien abschaffen, Direktkandidaten wählen. Wie Steinhäuser seitdem festgestellt hat, gibt es noch mehr Leute, die sich mit diesem Gedanken umtreiben. Zum Beispiel Bernhard Bayer, Vorstand des Vereins Projekt Demokratie JETZT e.V. aus dem bayrischen Grambach. In dem unten stehenden Video erklären die beiden ihre Idee und wie sie an der Verwirklichung arbeiten wollen.

Konkret haben Sie die Bundesrepublik in 299 Wahlkreise unterteilt und unterhalten für jeden dieser Wahlkreise einen Telegram-Kanal in dem die Bürger sich künftig selbst organisieren sollen. Ein diesen Wahlkreiskanälen übergeordneter BIFSD-Chat dient zum Austausch über Wahlkreisgrenzen. Um den Kanal des jeweiligen Wahlkreises zu finden, kann man zunächst dem BIFSD-Chat unter https://t.me/FuSChat beitreten und dort einfach seine Postleitzahl eingeben. Dann erhält man einen Link zum Kanal des entsprechenden Wahlkreises. Der Kanal für das Münchner Westend ist unter https://t.me/joinchat/AAAAAETvCMo8kIYMdO3L6A zu finden. Nach ihren eigenen Angaben hat das Bündnis von Bernhard Bayer und Jürgen Steinhäuser aktuell etwa 1200 Mitglieder in 270 Wahlkreisen – nach 6 Wochen.

Der Wahlkreis 220 (München-West/Mitte) umfasst die Münchner Stadtbezirke Allach-Untermenzing, Aubing-Lochhausen-Langwied, Laim, LudwigsvorstadtIsarvorstadt, Neuhausen-Nymphenburg, Pasing-Obermenzing und Schwanthalerhöhe. Laut Wikipedia hat er 370.000 Einwohner, von denen 241.282 wahlberechtigt sind. Bei der Bundestagswahl 2017 wurden 193.399 Stimmen abgegeben, was einer Beteiligung von 80,2% entspricht. Als Direktkandidat wurde damals Stephan Pilsinger von der CSU mit 64.014 gewählt. Ein Parteiprogramm wollen Bayer und Steinhäuser nicht aufstellen. Die Wahlkreise sollen sich selbst organisieren. Sie wollen lediglich Hilfe bei Kommunikation und Vernetzung anbieten. Bei einem Schnitt von 4,44 (1200 Mitglieder / 270 Walkreise) ist der Wahlkreis 220 mit aktuell 3 Mitgliedern unterdurchschnittlich vertreten.

Die kommende Bundestagswahl wird am 26. September 2021 stattfinden. Bis dahin haben die Wahlkreise Zeit, sich die Idee zu überlegen, sich zu vernetzen, geeignete Direktkandidaten vorzuschlagen und diese gegebenen Falls zu wählen.

Die Postfiliale an der Bergmannstraße soll geschlossen werden

Bezirksausschuss appelliert an Stadtspitze, die Schließung der Filiale an der Bergmannstraße zu verhindern
Süddeutsche.de | Süddeutsche Zeitung

Westend-Geschichten: Hansi Schneider

Als Urgestein des Münchner Westends erzählt Titus Waldenfels von einer Welt, die heute in weiter Ferne liegt: Die 70er und 80er des vorigen Jahrhunderts. Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksausschusses 8 Schwanthalerhöhe werden insgesamt zwölf Episoden produziert, in denen der Musiker mit wechselnden Gästen über eine Zeit spricht, als es im Westend keine Bäume gab. Als man an leerstehenden Flachbauten vorüberging und als die Sprache unverblümter war. Sein erster Gast war Hansi Schneider, ein befreundeter Musiker. Man redete über München und das Westend, Veranstaltungsorte wie das Feierwerk und die Negerhalle, Bands der 70er und 80er und was von dieser Welt noch existiert.

Not macht erfinderisch: Wie der Westend-Musiker Titus-Waldenfels den Lockdown überlebt

Wohnzimmerkonzert am 13. Januar 2021

Seit 1993 wohnt der gebürtige Schwabinger Titus Waldenfels, damals 24-jährig im Stadtbezirk 8 und ist inzwischen so tief verwurzelt, wie wohl wenige sonst. Der Westend-Cowboy hatte schon als Bub in zahlreichen Schülerbands gespielt, aber nach seinem Umzug mischte er die Jazz- und Blues-Szene so richtig auf. Er spielte im Grünen Eck in Giesing, im Nachtcafé, auf dem Tollwood, im Stragula. Bald in ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Vereinigten Staaten. Er arbeitete mit Musikern, wie George GreeneTony Ramos und Monty Waters und gehört bis heute gelegentlich zur Live-Besetzung von Embryo, einer der ganz erfolgreichen Krautrock-Bands. Er gehört zu den wenigen Musikern, die allein von der Musik leben können. Zumindest war das bis vor einiger Zeit so. Panorama hat ihn gefragt, wie es ihm zuletzt ergangen ist.

Panorama: Ein Jahr Pandemie. An welchem Punkt waren Sie vor einem Jahr? Was wahren Ihre Pläne?
Titus Waldenfels: Vor einem Jahr hatte ich einen Kalender voll mit Live-Auftritten überall in Deutschland. Auch in Österreich, der Schweiz, Tschechien und sogar in den USA.

Panorama: Wie hat sich das Jahr dann für Sie ereignet?
Titus Waldenfels: Auf einen Schlag habe ich meine komplette Arbeit verloren, auch wenn während des Sommers einiges zurück kam oder aufrecht erhalten werden konnte. 

Panorama: Seit einiger Zeit sind Sie Gastgeber einer Reihe von Musik-Veranstaltungen im Online-Format. Wie kam es dazu? Wie haben Sie angefangen?
Titus Waldenfels: Das begann in der allerersten Woche des Lockdowns im März. Andrea Pancur gab den Anstoß. Wir wollten nicht untätig bleiben und auch für uns diese Zeit ein wenig dokumentieren. 

Panorama: Mit welchen Formaten haben Sie experimentiert? Was kommt gut an, was weniger?
Titus Waldenfels: Es sind entweder Konzerte oder Lesungen mit Musik. Meist in meinem Wohnzimmer, gelegentlich in anderen Räumen. Es wird von etlichen Leuten gesehen. Anfangs oder manchmal immer noch gibt es technische Probleme, wir lernen vieles auch gerade erst. Aber die Leute bleiben bei uns.

Panorama: War es schwierig ein Netzwerk aufzubauen? Welche Art von Leuten haben Sie nun um sich geschart?
Titus Waldenfels: Ein Netzwerk habe ich schon immer. Manche Kolleg*innen sind eher bereit, sich auf die Online-Welt einzulassen, andere weniger. Es sind durchweg Musiker*innen und Schauspieler*innen. 

Panorama: Wie sind Sie mit Ihrer aktuellen Situation zufrieden? Können Sie von den Online-Einnahmen leben?
Titus Waldenfels: Natürlich bin ich nicht zufrieden. Aber der einzig akzeptable Weg ist für mich, das Beste daraus zu machen und zu sehen, wo und wie sich Neues entwickeln lässt. Ich habe im vergangenen Jahr einiges an Spenden bekommen. Das trägt mich momentan. Ich bezweifle, ob sich aus Online-Auftritten ein volles Einkommen generieren lässt, 30% wären aber schön.

Panorama: Wie schätzen Sie die Corona-bedingte Situation um uns herum ein? Sind wir noch auf dem richtigen Weg?
Titus Waldenfels: Es wurde ein bestimmter Weg gewählt, den ich nicht in kompetenter Weise beurteilen kann. Ich kann nur sagen: Es gibt kein Zurück mehr. 

Panorama: Wo sehen Sie sich in einem Jahr?
Titus Waldenfels: Als Musiker mit einem neuen zweiten Standbein im Online-Bereich. 


Auf seiner Webseite unterhalb des Menüpunktes Wohnzimmerkonzerte & Streamings kann man sich die kommenden Veranstaltungen des Musikers anschauen. Auf seinem Youtube-Kanal und auf Facebook wird live übertragen. Ein Blick auf die Aufzeichnungen lohnt sich.