Dokumentarfilm: Portrait einer städtischen Gemeinschaft

Konzept für ein dokumentarisches Filmprojekt

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Seit Jahren ist der öffentliche Diskurs der Wissenschaftlichen Gesellschaft Kriegsschauplatz zunehmender ideologischer Auseinandersetzung. Jüngst hat die Corona-Pandemie das Land in zwei Lager gespalten, die sich in einem Streit, der bisweilen prophetische Ausmaße erlangt, an die Gurgel gehen. Die Wahrheitsfindung der globalen Welt versagt angesichts zunehmender Zensur. Die lokale Welt?

Der zu verwirklichende Film soll bei einer anvisierten Laufzeit von ca. 100 Minuten das Stimmungsbild einer lokalen Welt zeigen. Zu diesem Zweck werden Menschen, bzw. Gruppen aus dem Münchner Westend und Schwanthalerhöhe gezeigt, die a) von ihrem Erleben der Pandemie, b) ihren momentanen Standpunkten und c) ihren Zukunftsperspektiven berichten. Auf diese Weise werden zunächst Portraits von etwa 15 Minuten Länge gewonnen, die später zu einem Langfilm kombiniert werden. Sämtliche Dreharbeiten finden im Stadtbezirk 8 statt und nach Möglichkeit werden Bezuüge zwischen Menschen aufgezeigt. Mittels eines Erzählers wird dabei das Narrativ einer – wie auch immer gearteten – Stadtteilgemeinschaft aufgebaut. Der Film konfrontiert seine Protagonisten mit der Frage nach ihren eigenen Weltanschauungsmodellen. Er zeigt auf, wenn Menschen unreflektiert andere Meinungen übernehmen und fordert sie auf, selbst kritisch Stellung zu beziehen. Es wird angestrebt, ein breites Spektrum von Meinungen, auch und insbesondere  

solche, die extrem sind, einzuholen. Zu diesem Zweck werden mindestens 7 Menschen des Stadtbezirk 8, nach Möglichkeit mit Wiedererkennungswert, als Protagonisten ausgewählt. Folgende Stimmen sind anzuhören: 1) Unbeeindruckt, 2) Verschwörungstheoretiker, 3) Vertreter der Macht, 4) Kirche, 5) Ausländer/Minderheiten, 6) Kulturschaffender, 7) Spiritisten/Esoteriker.

Das Projekt wird von „Panorama – Kulturmagazin des Westends und der Schwanthalerhöhe“ durchgeführt. Der Leiter des Magazins ist insbesondere mit den Kulturschaffenden im Stadtbezirk 8 vernetzt und wird die Rolle des Produzenten und Regisseurs übernehmen. Eigenes Filmequipment ist vorhanden. Das Konzept sollte förderbar sein und wird zu diesem Zweck beim Bezirksausschuss 8 eingereicht.

Beginnend mit dem 7. Januar 2020 wird Ausschau nach den geeigneten Protagonisten gehalten und, wo diese gefunden sind, werden Drehtermine vereinbart. Ein Beginn der Dreharbeiten ist, so früh wie möglich, aber wenigstens zu Beginn des Monats Februar angedacht. Die Laufzeit der gesamten Dreharbeiten wird sich voraussichtlich über 2-3 Monate erstrecken, weil Termine mit unterschiedlichen Menschen abzustimmen sind, die alle ihren eigenen Tätigkeiten nachgehen und nicht bezahlt werden.